Naturnaher Garten – Lebensraum für Tiere

Beim Kunoweg auf dem Gebiet der Gemeinde Bremgarten

In Zusammenarbeit mit der Gruppe für Natur und Landschaft Bremgarten (GNL): NöF Nr. 2, angelegt im Frühling 2014

Ein Sauberstreifen von einem Meter entlang des Veloweges und entlang des Parkplatzes werden von der Gemeinde gemäht.

Hier wurden einheimische Pflanzen gesetzt, wie Hornklee, wilder Majoran und Skabiose. Diese bieten Lebensraum und Nahrung für eine grosse Anzahl von Tieren: Viele selten gewordene Schmetterlinge und Bienen sind auf wenige einheimische Pflanzenarten spezialisiert. Um sie dauerhaft zu ernähren, ist es wichtig, dass während der gesamten Vegetationszeit entsprechende blühende Nektarspender und Futterpflanzen für die Raupen vorhanden sind. Auf dem Bild oben ist die Raupe eines Schwalbenschwanzes zu sehen, gesichtet hier auf der Blüte einer wilden Möhre.

 Färberkamille und Flockenblume

Laub-, Ast- und Steinhaufen sowie stehen gelassene Pflanzenstängel bieten zusätzlichen Platz zum Nisten und zur Überwinterung.
Eidechsen können sich zwischen den Steinen verstecken.
Vögel ernähren sich gerne von Samenständen.
Wildbienen legen oft in deren Stängeln ihre Eier ab. Deshalb werden die verblühten Stauden im Winter stehen gelassen. Erst im Frühling, wenn die Nachkommenschaft ausgeschlüpft ist, werden sie abgeschnitten.

Die westlich angrenzende Wildblumenwiese und die Hochhecke mit einheimischen Sträuchern und Bäumen ergänzen das Biotop. Die Wiese wird extensiv bewirtschaftet, d.h. sie wird erst ab Ende Juni zweimal pro Jahr hoch gemäht. Den Blumen bleibt so genügend Zeit zum Absamen. Dank dem hohen Schnitt können Grillen und Schmetterlingsraupen überleben.

Die einheimische Biodiversität ist wegen dem Verlust geeigneter Lebensräume und unter dem Druck ortsfremder Pflanzen und Tiere seit vielen Jahrzehnten rückläufig. Der naturnah angelegte Garten schafft einheimischen Wildpflanzen und Tieren neue Lebensräume und erlaubt uns Menschen eine spannende Auseinandersetzung mit der Vielfalt und der Dynamik der Natur. Wir laden Sie ein, diese hier zu entdecken!

Initialpflanzungen im 2014: Färberkamille und Skabiosen Flockenblume (siehe obiges Bild), Tauben Skabiose, echtes Johanniskraut, Schlüsselblume, wilder Majoran, Wirbeldost, Wasserdost, Waldziest, Mäuseohr, Habichtskraut, Lerchensporn, Edelgamander, Wundklee, Hornklee, Honigklee, Hufeisenklee, ausdauernder Lein, Wiesen Flockenblume, Pastinake, Saat Esparsette, grosse Fetthenne, blutroter Storchenschnabel, Wiesensalbei, Natternkopf, Frauenmantel, Kamille, Moschus Malve, Magerwiesen Margerite, dorniger Hauhechel, pfirsichblättrige Glockenblume, Wiesen Glockenblume, rundblättrige Glockenblume, niedliche Glockenblume, grossblütige Königskerze, Blattaria Königskerze, Schafgarbe, Kümmel, Wiesen – Pippau, Schöllkraut, wilde Möhre, Feld- Wittwenblume, Wiesen Platterbse, Saat Esparsette, habichtkrautartiges Bitterkraut, Wiesen Salbei, kleiner Wiesenknopf, gemeines Leimkraut, Zaunwicke, Klatschmohn, rauhe Nelke, Wegwarte, echtes Seifenkraut, wilder Thymian, Sonnenröschen, Felsennelke, weisser und gelber Mauerpfeffer, Hundsrose, Weinrose

 

Heckenvorland, westlich angrenzend an den Wildpflanzengarten

Artenreiche Wirtschaftswiese, Fromental- Halbtrockenrasen

In Zusammenarbeit mit der Gruppe für Natur und Landschaft Bremgarten (GNL): NöF Nr. 5, in der Pflege von V Na ab dem 20. Juni 2016.

Ein Meter Freistreifen neben dem Veloweg wird von der Gemeinde gemäht.

V Na mäht die Wiese vor der Hecke ca. zweimal jährlich schonend mit der Sense.